Baukonjunktur im vierten Quartal 2025
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Während sich der Wohnungsbau im vierten Quartal 2025 stabilisiert hat, liegt die Kon-junkturentwicklung im Straßenbau unter dem Vorjahresniveau.
Die Auftragsentwicklung im Wohnungsbau hat sich im Jahresverlauf 2025 spürbar stabilisiert. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Ausgangsniveau sehr niedrig war. Preisbereinigt liegt das Auftragsvolumen im Wohnungsbau im November 2025 noch immer um 16 % unter dem Vergleichszeitraum des Jahres 2022.
Hingegen bleibt der Straßenbau unter Vorjahresniveau. Die Auftragseingänge im Straßen-bau blieben im November 2025 schwach bei Plus 2,5 %. Bis zum November fehlen nominal 4 % des Auftragsvolumens gegenüber dem Vorjahr. "Gleichzeitig sollen die Straßenbauer ihre Kapazitäten hochfahren, um die im Sondervermögen zusätzlich bereitgestellten Mittel auch auf die Straße zu bringen. Dieser Widerspruch muss schnellstmöglich aufgelöst werden.", dazu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB.
Insgesamt lagen im Bauhauptgewerbe die Auftragseingänge nominal um rund 6 % über dem Vorjahresmonat. Dabei stützte der Hochbau die Entwicklung mit einem Plus von rund 12 %, während der Tiefbau nur das Vorjahresniveau hält.
Die Umsätze entwickelten sich im November 2025 allerdings robust. Die Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten setzten ca. 108 Mrd. Euro um, das sind knapp 5 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Preisbereinigt entspricht dies einem Zuwachs von 2 %.
Der ZDB fordert, nun vor allem Investitionssicherheit zu schaffen: "Damit sich die Stabilisierung verstetigt, brauchen wir verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und konjunkturelle Impulse. Bund und Länder müssen die Kommunen als wichtigen öffentlichen Auftraggeber mit genügend Investitionsmitteln, auch aus dem Sondervermögen, aus-statten. Insgesamt gilt nach wie vor: Bauen statt Bremsen!", so Pakleppa abschließend.
