Baukonjunktur 2025
Aktuelles
Hinter dem Bauhauptgewerbe liegt ein solides Baujahr 2025. Eine starke Branche ist bereit für drängende Aufgaben!
Alle Betriebe des Bauhauptgewerbes, inklusive der Betriebe mit weniger als 20 Beschäftigten, haben im Jahr 2025 ca. 172 Mrd. EUR umgesetzt, das ist ein nominales Plus von 5,3 %, das sind real 2,5 %.
Die Auftragseingänge stiegen real um ca. 7 % gegenüber dem Vorjahr.
Wachstumsimpulse gab es vor allem in einzelnen Bereichen des Tiefbaus, wobei Großprojekte zum Umbau der Infrastruktur, der Schienenwege und zum Ausbau des ÖPNV die Treiber waren. Im Straßenbau hingegen verlief die Entwicklung enttäuschend. Wegen der späten Verabschiedung des Bundeshaushaltes lagen die Order bis ins vierte Quartal deutlich unter Vorjahresniveau. Insgesamt stieg der Umsatz im Tiefbau nominal um 11 %, real um 9 %.
Der Wohnungsbau bleibt weiteres das Sorgenkind der Branche mit einem Plus von nominal 1 %, das bedeutet einen reales Minus von ca. 2 %. Insgesamt verzeichnete der Hochbau einschließlich des Wirtschaftsbaus einen nominalen Umsatzwachstum von 2 %, was einem realen Rückgang von 1 % entspricht.
Für 2026 rechnet unser Zentralverband mit einem realen Umsatzwachstum im Bauhauptgewerbe von 2,5 %, wobei Treiber die Entwicklung im Tiefbau bleibt. Aber auch im Wohnungsbau ist der Tiefpunkt der Nachfrage durchschritten. Die Order fassen auf niedrigem Niveau wieder Fuß.
Im Jahr 2025 wurden 238.500 Wohnungen genehmigt, das war der niedrigste Wert seit 2010. Allerdings: Im Jahre 2024 wurden gerade einmal 215.300 Wohnungen genehmigt, das war der niedrigste Wert seit 2010.
Die Zahl der Beschäftigten konnte erfreulicherweise mit ca. 923.000 Personen stabil gehalten werden. Auch die Zahl der Auszubildenden steigt weiter erfreulich an.
Hierzu sagte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB: "Die steigende Nachfrage im Tiefbau hat das Wachstum bei Umsatz und Auftragseingängen möglich gemacht. Die Bauwirtschaft steht bereit, den Kapazitätsaufbau weiter fortzusetzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Es gibt eine Fülle von drängenden Aufgaben, bei denen ein Wachstum in der Bauwirtschaft unerlässlich ist."
