Baukonjunktur im Mai
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Im Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) hat sich der Umsatz nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Mai leicht erhöht. Der Wohnungsbau bleibt jedoch enttäuschend.
Gegenüber dem Vorjahresmonat legte der Umsatz im Mai 2026 um 2,4 % zu, dass sind real 2,1 %. Der Auftragseingang stieg um 4,5 %, das ist ein realer Zuwachs von 3,3 %. Von Januar bis Mai lag der Umsatz nominal bei +0,6 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum, der Auftragseingang legte nominal um +2,4 % zu.
Der Wohnungsbau verliert allerdings weiter an Schwung. Noch im April betrug der Umsatzzuwachs 7,1 % und der Auftragseingang lag bei +8,9 %. Im Mai blieb davon wenig übrig. Der Umsatz wuchs erneut um 2,7 %, die Auftragseingänge brachen jedoch um 1,9 % ein.
Eine Ursache hierfür sind die schwierigen Finanzierungsbedingungen, die Investoren verunsichern. Auch die Haushaltsplanung des Bundes gibt bisher keine Planungssicherheit. Der Bund will laut Kabinettsbeschluss in 2027 sogar weniger Fördermittel für den Neubau als im laufenden Jahr zur Verfügung stellen. Lediglich der soziale Wohnungsbau soll mehr Geld erhalten.
Demgegenüber schnellte der Auftragseingang im öffentlichen Bau im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um nominal 22,7 % nach oben, seit Jahresbeginn liegt das Plus bei nominal 7,2 %. Der Zuwachs dürfte allerdings vor allem auf einzelne Großprojekte zurückzuführen sein. Der Umsatz stagniert.
Hierzu Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB: "Am wichtigsten ist es jetzt, dass mit dem Infrastruktur-Zukunftsgesetz die Planungs- und Genehmigungsverfahren spürbar schneller werden - sonst verpuffen die zusätzlichen Mittel im Verwaltungsstau. Die Bauunternehmen stehen bereit, jetzt müssen die politischen Rahmenbedingungen die notwendigen Investitionen ermöglichen."