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Verlängerung der Steuererklärungspflichten

Am 21. Mai 2021 hat der Bundesrat das ATAD-Umsetzungsgesetz, das vor allem Vorschriften zur Bekämpfung der Steuervermeidung enthält, verabschiedet. Mit diesem Gesetz wurde aber auch die Verlängerung der Steuererklärungsfristen für den Veranlagungszeitraum 2020 beschlossen. Der Bundesrat hat dieser Gesetzesänderung am 25. Juni 2021 zugestimmt. Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet und dann im Bundesgesetzblatt verkündet. Es tritt am darauffolgenden Tag in Kraft. Dieser Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Die dreimonatige Verlängerung für den Veranlagungszeitraum gilt sowohl für Steuererklärungen, die von Steuerberatern erstellt werden, als auch für Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärungen selbst anfertigen. Steuerpflichtige müssen nun bis Ende Oktober 2021 ihre Erklärung beim Finanzamt abgeben. Für Angehörige der steuerberatenden Berufe, die mit der Erstellung beauftragt sind, verlängert sich der Termin bis zum 31. Mai 2022.

Parallel wird auch die Karenzzeit zur Verschonung von Verzugszinsen auf Steuerschulden um drei Monate, also bis zum 31.05.2022, verlängert.

Hintergrund für die Verlängerung sind die Belastungen der Bürger und der Angehörigen der steuerberatenden Berufe durch die Corona-Pandemie.