Bau-Innung Hamburg beginnt "Regensburger Modell"!

Wie in der Mitgliederversammlung im Dezember 2017 beschlossen, beginnt die Bau-Innung Hamburg nunmehr mit der Durchführung des "Regensburger Modells".

Das so genannte "Regensburger Modell" hat die Bekämpfung der Schwarzarbeit und die Aufrechterhaltung eines fairen Wettbewerbs zum Gegenstand, ein Thema, das jedem Bauunternehmer am Herzen liegen sollte. Die handwerksrechtliche Schwarzarbeit und die damit einhergehende Beitragsungerechtigkeit beim Sozialkassenverfahren der SOKA-BAU sind ein bundesweites Problem. Diesem Problem sagen wir in Hamburg ab sofort den Kampf an.

Zu diesem Zweck haben wir Herrn Rechtsreferendar Hagedorn im Rahmen eines Minijob beschäftigt. Herr Hagedorn hat im vergangenen Monat drei Tage bei der Bau-Innung Regensburg hospitiert, die das "Regensburger Modell" erfunden hat, und damit einen ausführlichen und praxisorientierten Einblick gewonnen. In diesem Monat beginnt Herr Hagedorn nun in ständigem Austausch mit der Handwerkskammer Hamburg, mögliche handwerksrechtliche Schwarzarbeit aufzudecken. Darunter versteht man Tätigkeiten, die ein Unternehmen durchführt, obwohl es hierzu handwerksrechtlich nicht befugt ist. Beispiel: Ein Bauunternehmen wirbt mit Maurerarbeiten aller Art, obwohl dieses Unternehmen in die Anlage B der Handwerksrolle nur mit Teiltätigkeiten, zum Beispiel mit dem Einbau genormter Baufertigteile, eingetragen ist. Oder: Ein Fliesenleger ohne Meisterbrief erbringt auch Maurerarbeiten.

Bei seiner Arbeit ist Herr Hagedorn auf die Mitarbeit unserer Mitglieder angewiesen. Sofern Sie als Mitglied ein Unternehmen im Verdacht haben, entweder handwerksrechtliche Schwarzarbeit zu leisten oder Sozialkassenbeiträge nicht ordnungsgemäß abzuführen, zögern Sie bitte nicht, Herrn Hagedorn hierrüber zu unterrichten. Hierfür haben wir eine E-Mail Adresse eingerichtet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Um Ihrem Verdacht nachzugehen, benötigt Herr Hagedorn folgende Informationen:

  1. 1. Name des Unternehmens
  2. 2. Anschrift des Unternehmens
  3. 3. Gründe für die Auffälligkeit.

Sie können Herrn Hagedorn auch gerne Fotos schicken, auf denen das Unternehmen und ggf. dessen Werbung, z. B. auf Transportern oder Baustellenschildern, erkennbar ist.

Herr Hagedorn wird allen Hinweisen nachgehen. Außerdem bekommt jedes Mitglied ein Feedback zu dem von ihm gemeldeten Unternehmen, sei es nun, dass dieses Unternehmen wegen handwerksrechtlicher Schwarzarbeit abgemahnt wird oder aber auch, dass alles in Ordnung ist.

Wir hoffen sehr, mit dem Regensburger Modell den fairen Wettbewerb zwischen Bauunternehmen in Hamburg zu stärken und die Schwarzarbeit einzudämmen. Helfen Sie mit! Melden Sie uns Unternehmen, die Sie im Verdacht haben, nicht ordnungsgemäß zu arbeiten.

Hinweis: Da Herr Hagedorn aufgrund seiner Tätigkeit als Minijobber nur unregelmäßig bei uns im Büro sein wird, bitten wir, stets eine E-Mail zu schicken oder aber bei Frau Sahrbacher, Tel. 040/22 63 255-13, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, eine entsprechende Information zu hinterlassen. Wir melden uns dann nach Überprüfung des Betriebes zurück!